3. März 2021

Die Kraft des Augenblicks

Im Hier und Jetzt mit Krieger II

Krieger II ist eine kraftvolle Asana. Auf Sanskrit heißt diese Position Virabhadrasana II, benannt nach dem gewaltigen mythischen Krieger Virabhadra.

Die Haltung erdet, stabilisiert und schenkt Energie. Das Hier und Jetzt ist sehr deutlich spürbar dank der kraftvollen Ausrichtung. Länger gehalten verbessert die Asana Balance und Muskelkraft und bietet Gelegenheit, zu beobachten wie körperliche Anstrengung auch den Geist absorbiert.

Virabhadrasana II fordert die grossen Muskelgruppen an Oberschenkeln und Core. Die Arme ziehen auseinander und schaffen Platz in den Gelenken.

Der weit geöffnete Brustkorb ermöglicht eine tiefe Atmung, was sich positiv auf das Atemvolumen auswirkt.


krieger2

Ausrichtung

° Weiter Schritt: etwa 1m + eine Fußlänge, vordere Ferse steht in einer Linie mit hinteren Fußgewölbe
° Gewicht ist gleichmäßig auf beide Füße verteilt, Füße ziehen energetisch zueinander
° vordere Fußspitze zeigt geradeaus, hinterer Fuß 90° zur Seite geöffnet, Aussenkante drückt in den Boden, Fußgewölbe hebt sich leicht an
° hinteres Bein gestreckt (Knie locker, nicht durchgedrückt), beide Oberschenkel auswärts gedreht
° Steißbein zeigt nach unten
° vorderes Knie gebeugt, Knie direkt über Knöchel (nicht davor, um starke Belastung zu vermeiden), großer Zeh ist zu sehen
° vordere Hüfte dreht auswärts, hintere Hüfte einwärts
° Oberkörper mittig über dem Beckens ausgerichtet
° Arme kraftvoll nach vorne und hinten ausgestreckt, parallel zum Boden, Handflächen zeigen zum Boden
° Schultern bleiben entspannt, Ellbogen locker (nicht durchgedrückt)
° Blick geht über die vordere Hand, Nacken ist lang

Bei der Einatmung ziehen die Fingerspitzen nach vorn und hinten auseinander.

In der Ausatmung das Steißbein nach unten ziehen und Hüfte tiefer in die Position sinken lassen.


Enjoy.


Quellen

I. Schöps, „Yoga – Das große Praxisbuch für Einsteiger und Fortgeschrittene“, S. 79

A. Swanson, „Yoga verstehen – Die Anatomie der Yoga-Haltungen“, S. 102ff

L. Kaminoff, „Yoga Anatomie“, S. 124

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