9. Februar 2021

Freu dich glücklich

Der Übungsweg des Yoga besteht aus acht Teilen. Einer der Teile dieses Weges beschreibt dem Umgang mit sich selbst anhand von fünf Verhaltensregeln. Eine dieser fünf Regeln ist santosa. Santosa bedeutet Zufriedenheit bzw. die Fähigkeit, sich zu freuen.

Aus Zufriedenheit geht unvergleichliches Glück hervor

Patanjali, Yoga Sutra 2.42

Sriram schreibt dazu in seiner Erläuterung zu diesem Sutra: Konsequent zufrieden bleiben bringt grenzenloses Glück.[1]

Klingt plausibel, oder? Eine sehr aktuelle, alte indische Weisheit… Sei dankbar. Sei fröhlich. Sei zufrieden. Sei achtsam.
Doch das ist gar nicht so einfach, schon gar nicht im Alltag. Wie zufrieden bist du, auf einer Skala von 1 bis 10? Und dein Tag heute, wieviele Zufriedenheitspunkte bekommt Heute von dir?

Philosphie trifft auf positive Psychologie: sich Positives bewusst zu machen hilft. Dankbarkeit kann z. B. unser Gehirn trainieren, die Gegenwart positiver wahrzunehmen. Das Erleben von Sinn hilft auch. Spiegelt dein Leben deine Werte wider? Kannst du deine Fähigkeiten gut einsetzen und einen Sinn-Beitrag leisten? In ihrem Buch über die Yogasutras beschreiben DiNardo und Pearce-Hayden eine interessante Reflexionsübung dazu:[2]

Was ist für dich wichtig? Zähle so viele Dinge auf, wie dir in den Sinn kommen. Ordne sie nach ihrer Priorität, und kreise die obersten fünf ein.
Welche Fähigkeiten hast du? Zähle so viele auf, wie dir einfallen. Es dürfen sowohl ganz alltägliche Dinge wie Kochen sein als auch abstraktere Fähigkeiten wie Problemlösen.
Welche dieser Fähigkeiten unterstützen, was dir wichtig ist?


 


[1] R. Sriram,
„Das Yogasutra Von der Erkenntnis zur Befreiung“, S. 136

[2] K.
DiNardo, A. Pearce-Hayden, „Die Yogasutras für dich und dein Leben“, S. 130f

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